|
Das beantragte Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der funktionellen und molekularen Regulation des mukosalen Immunsystems des Darms. Im Rahmen der ersten Förderperiode konnte eine Reihe neuer Markergene für regulatorische T-Zellen identifiziert werden. Die Relevanz dieser Gene für mukosale Immunregulation im Darm konnte in einem von uns etablierten transgenen Mausmodell für intestinale Entzündung gezeigt werden. Während in der ersten Antragsperiode die funktionelle und molekulare Charakterisierung mukosaler T-Zellen im Vordergrund stand, sollen in der nächsten Antragsperiode Untersuchungen zur Rolle intestinaler Epithelzellen (IEC) und dendritischer Zellen (DC) bei der Pathophysiologie chronisch-entzündlicher Erkrankungen des Darms und der Induktion periphärer Toleranz durchgeführt werden. Hierfür sollen die verschiedenen Zellpopulationen aus dem Darm gesunder und erkrankter Mäuse isoliert und bezüglich ihrer phänotypischen und funktionellen Eigenschaften charakterisiert werden. Des Weiteren sollen Genexpressionsanalysen von IEC durchgeführt werden, um so epitheliale Responsegene zu identifizieren und anschließend in vitro und in vivo funktionell zu charakterisieren. Basierend auf unseren Vorarbeiten der vergangenen Förderperiode, im Rahmen derer wir die Sicherheit rekombinanter E. coli NISSLE 1917 als Carrier für therapeutische Moleküle nachgewiesen haben, werden wir dieses Probiotikum als Träger zum gezielten Einbringen von Entzündungsmodulatoren in den Darm von Mäusen mit chronischen und akuten Darmerkrankungen nutzen. Ziel ist es hierbei, ein besseres Verständnis der Immunregulation im Darm zu gewinnen, um so langfristig die Voraussetzung zur gezielten therapeutischen Immunmodulation im Darm zu schaffen. In aktuellen Arbeiten beschäftigen wir uns ferner mit der induzierbaren Expression von Proteinen in der Darmmukosa. In diesem Zusammenhang sollen im Rahmen der nächsten Förderperiode Strategien zur darmspezifischen Expression der Cre-Rekombinase entwickelt und getestet werden.
|