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Außer einer genetischen Prädisposition (genetischer Hintergrund, spezifische Defektgene) werden für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) verschiedene intestinale Mikroorganismen als ätiologische Faktoren diskutiert. Da bestimmte Stämme mit Defekten in bestimmten Genen, wie z.B. Il10 tm1Cgn oder Blr1 tm1Lipp Ccr7 tm1Rfo ) unter konventionellen Bedingungen in Abhängigkeit des genetischen Hintergrundes fulminante Colitiden zeigen, die unter kontrollierten SPF-Bedingungen kaum eine und unter axenischen Bedingungen definitiv keine Colitis entwickeln, kann ein wichtiger Einfluss des mikrobiologischen Milieus zugrunde gelegt werden. Aus den bisherigen Befunden wurde geschlossen, dass die Dysfunktion der intestinalen mukosalen Barriere und eine Veränderung der Darmflora und der intestinalen Immunantwort auf bestimmte bakterielle Erreger zur chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) beitragen. Die Bedeutung einzelner Mikroben im Hinblick auf die Ausbildung einer CED soll im Rahmen dieses Sonderforschungsbereiches mit Hilfe des Z1-Projektes untersucht werden. Weiterhin haben Untersuchungen an immundefizienten wie auch an gnotobiotischen Mäusen mit pathogenen und probiotischen Erregern gezeigt, dass durch letztere die Kolonisierung der Darmflora mit Pathogenen (dosisabhängig) im Sinne einer Elimination beeinflusst und die Immunantwort des Wirtes moduliert werden kann. Insbesondere soll hier die Modulation der gastrointestinalen Barriere (lymphatische Strukturen, Aktivierung von Genen im Darmepithel) analysiert werden. |